Vom 15. bis 17. Juni standen in Interlaken mal wieder ein paar wilde Buben auf der Bühne und liessen ihr Moos kräftig durchschütteln. Das Wetter verhiess nichts Gutes, Dauerpiss und kein Fleckchen Blau am Himmel. Petrus schien kein Metalhead zu sein.
Aber das liess uns die Laune nicht verderben, 12 Uhr war Start im Brittnauer Nobelquartier «zum goldenen Wuhr», straight on Richtung Gotthard. Feine Waber-Sandwich versüssten uns die verregnete Fahrt, aus den Saablautsprechern flogen uns Pantera-Melodien entgegen - Geil!
14 Uhr: Ankunft Interlaken, den Artist-Beschilderungen folgend, durften wir für einmal den Lieferanteneingang benutzen, da Sergey für «The 69 Eyes» noch die Bassanlage liefern musste. 20 Meter neben der Mainstage wurde der Saab geparkt. Nichts wie los ins Office, um die Backstagepässe zu ordern. Problemlos händigten uns die beiden netten Mädels die Pässe aus.
Nun kam Hürde Nr. 2, wir mussten den Stagemanager namens Schlanky finden, damit wir die Bassanlage abgeben durften. Auf der Bühne war reges Treiben, Englisch und Schriftdeutsch waren die Hauptsprachen. Nachdem uns Schlanky (geiler Name bei einem Typen der etwa 150 Kilo wiegt) das O.K. für die Bassanlage gab, schleppten wir die beiden Boxen und das Top auf die Bühne.
Mansons Kerzenset
Nach einem Abstecher in Spiez, wo wir bei Music-Baff ein paar Zildjian-Becken vorbeibrachten, gings dann wieder nach Interlaken im endlich auch unsere Bleibe für eine Nacht zu inspizieren. Das Hotel Savoy bot uns wie schon letztes Jahr das ideale Ambiente.
Serge testet noch seine neue Vreni-Schneider-Slamlom-Jacke auf ihre Dehnbarkeit.
So, nun aber nichts wie los, Ill ninõ wollten wir auf keinen Fall verpassen. Kaum wieder auf dem Gelände angekommen, trafen wir auch schon Frau Bleich von Universal und ihre Entourage.
Nachdem wir uns je eine Gerstenkaltschale gönnten, fingen die Latinos auch schon an. Es war herrlich, im Nachhinein gesehen eigentlich das Highlight des Freitags.
Nu-Metal aus New Jersey
Nach dem gelungenen Gig suchte Serge dann Drummer Dave Chavarri auf, um ihn in bester Zofinger Fekalmanier etwas zu belästigen. Der Herr Chavarri war dann auch ein ganz netter und freute sich tierisch einen Zildjian-Vertreter zu treffen. Auch Percussionist Couto aus Brasilia entpuppte sich als netter Zeitgenosse und fütterte uns Miller-Pfützen bis zum Halszäpfli.
Daniel Couto und Dave Chavarri mit dem leuchtenden Gral.
Schär-Lee prüft nochmals die Tom-Höhe an Lombardos Schlagzeug.
Mit Slayer stand auch schon das nächste Highlight an. Die Jungs - schon etwas angegraut - sind Live eine Macht und haben uns noch nie enttäuscht. Nach verhaltenem Start gehen die Mannen um Tom Araya ab wie die Brittnauer Füürwehr bei der Hauptübung im Kührainstübli. Lombardo drosch drauflos als hätte er ein Hornissenschwarm in Schach zu halten und das Double-Drum tönte wie eine der Chopper von Dennis Hopper. Super und 10 Punkte.
Just bei Slayer kam auch die Sonne, wie war das noch gleich mit Petrus?
Ein Abstecher in den Backstagebereich liess uns die Bekanntschaft mit Archie von «The 69 Eyes» machen, dem wir ja die Bassanlage brachten. Der ulkige Finne bedankte sich auf seine Weise und füllte uns kurzerhand mit Jägermeister ab.
Archie - der nette Finne von nebenan.
Auf der Bühne knüppelten die Schlachter ihre letzten Songs runter, die wir dann noch live on stage miterleben konnten.
Herr King mit schön gestuftem Zottelbart.
Mansons Auftritt war dann ziemlich durchzogen, wir waren etwas enttäuscht. Vielleicht lag es auch daran, dass uns der Tourmanager ein Treffen mit ihm verweigerte und uns auch nicht erlaubte ein paar Evans-Felle von Ginger Fish unterschreiben zu lassen.
Manson just entered the stage.
Nun denn, als Belohnung konnte ich mit Ill-ninõ-Gitarrero Diego Verduzco ein paar Bierli geniessen.
Nach dem ganzen Tamtam um Manson gönnten wir uns noch einen Abstecher in den VIP-Bereich, wo man neuerdings fürs Bierli noch mehr bezahlen muss, als draussen. Recht so ...
Dani der gekandelte Bauer war auch zugegen und frönte mit uns dem Fekalhumor.
Nachdem Serge noch den Hangar vollpisste, gabs dann noch eine Überraschung: Ginger Fish - ja, der Schlagwerker von Manson - war gerade auf dem Weg zum Tourbus. Serge hechtete im nach wie einst Sepp Maier und gab ihm Edding und Felle zur Unterzeichnung. Artig erfüllte der Ingwer seinen Job und nahm auch unsere Kritik bezüglich des doch eher dürftigen Gigs dankend entgegen.
So, unser Alkoholgehalt war mittlerweile auf dem Höchststand, das Mundwerk lallte und die Müdigkeit hielt Einzug. Per Auto - ja, er hätte nicht mehr Fahren dürfen - gings zurück ins Hotel, wo wir uns noch mit einem Transportwägeli vergnügten.
Fazit des Tages: Ill ninõ und Slayer überzeugten, der Rest war mittelprächtig. Zum Glück gabs Alkohol!
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2 Kommentare:
Schon gut dass Ihr Marilyn nicht getroffen habt, ich habe gehört der soll kleine Unterländer bei lebendigem Leibe verspeisen.
Vielen Dank für die tolle Information! Ich würde nicht anders entdeckt haben!.
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